Die Ziele der Berliner Woche der pflegenden Angehörigen

Ein Gesicht geben

Pflegenden Angehörigen soll öffentlich gedankt werden und sie kommen selbst zu Wort.

Mit der symbolischen Verleihung der Ehrennadel Berliner Pflegebär und dem bundesweiten pflegecompass an 10 pflegende Angehörige aus diversen Pflegezusammenhängen zeigen wir konkrete Gesichter - Menschen, die zu Hause unterstützen und pflegen.

Zur Selbstpflege, Entlastung und Gesundheitsprävention anregen

Nur wer sich selbst pflegt, kann andere pflegen. Unter diesem Motto regen wir mit der Woche an, dass sich pflegende Menschen mehr Zeit für sich nehmen. Sie erhalten in dieser Kultur-Woche konkrete Angebote, um sich abseits ihres Pflegealltags zu entspannen und ihr Wohlbefinden zu stärken.

Für neue Solidarität werben - Schaffung einer Anerkennungskultur

Wir laden verschiedene gesellschaftliche Akteure ein, sich von dem Thema der Woche der pflegenden Angehörigen berühren zu lassen. Für eine neue Solidarität für pflegende Angehörige zu werben, und damit eine nachhaltige Anerkennungskultur zu etablieren ist die Absicht.

Das konnte die Woche der pflegenden Angehörigen schon erreichen

Seit 2012 wurde die Woche der pflegenden Angehörigen in Berlin im zweijährigen Rhythmus veranstaltet. Etwa 4500 pflegende Angehörige  konnten dadurch kulturelle, informative, unterhaltsame und entspannende Veranstaltungen genießen. Dies ist ein großer Erfolg, der allerdings nur durch die Zusammenarbeit vieler engagierter Partner und das Sponsoring eines breiten Netzes an Unterstützern möglich wurde.

Das Bewusstsein für pflegende Angehörige und die Wertschätzung der Leistung dieser Menschen ist bei allen Partnern inzwischen fest verankert. Sie setzen sich mit Zeit, Engagement oder Spenden für eine Etablierung dieser Anerkennungskultur ein.

Eine wissenschaftliche Evaluation der Woche 2015 ergab, dass viele pflegende Angehörige die Veranstaltungen mit dem Wunsch nach Informationen, Beratung und Austausch mit anderen Angehörigen wahrnamen. Diese Wünsche konnten in den meisten Fällen erfüllt werden, sodass Schröder (2015) das Fazit zieht:

Insgesamt lässt sich aus den vorliegenden Ergebnissen der Stichprobe schließen, dass die Woche der pflegenden Angehörigen in Berlin mit ihren Angeboten eine lebensweltnahe, partizipative und bezogen auf die Zielgruppe – pflegende Angehörige – akzeptierte gesundheitsfördernde Intervention darstellt.

Viele pflegende Angehörige sind engagiert und möchten sich an der Gestaltung von gesellschaftlichen Entwicklungen in Berlin beteiligen. Das zeigten die vielen Gespräche, die wir während der Veranstaltungen mit pflegenden Angehörigen führen durften.

An wen richtet sich die WdpA?

Die unmittelbare Zielgruppe der „Woche für pflegende Angehörige“ sind Familien in Pflegesituationen jeglicher Art - unabhängig von Alter, Diagnose, Herkunft und persönlicher Situation.

Die Angebote der Woche richten sich vor allem an Menschen, die ihre Partner, Eltern, Kinder oder Nachbarn begleiten und pflegen. Durch die öffentliche Präsenz will die „Woche für pflegende Angehörige“ Berliner Politik, Unternehmen und soziale Akteursgruppen ansprechen sowie Berliner Bürger/innen berühren.

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